Musik – Macht – Sinn
Balance oder Kollaps? Nach den schrecklichen Erfahrungen zweier Weltkriege haben die Vereinten Nationen im Jahr 1948 in der “Universellen Erklärung der Menschenrechte” ein gemeinsames Wertefundament verfasst. Würde, Leben, Unversehrtheit, Freiheit und Eigentum, faire Teilhabe und Sicherheit. Werte, die für ein zukunftsfähiges Miteinander in Frieden unveräußerliche Rechte eines jeden Menschen sind. Das wird in der ersten Strophe besungen:
Strophe:
Alle Menschen sind frei geboren.
Alle Menschen haben gleiche Würde und Rechte.
Alle Menschen sind mit Vernunft und Gewissen gesegnet.
Alle Menschen sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.
Ein gesetzliches Grundprinzip fairen Miteinanders bezeichnet der Begriff der Verhältnismäßigkeit. Es ist uns bewusst, dass es alles andere als leicht ist, den richtigen Weg der “Verhältnismäßigkeit” zu finden. Wir beanspruchen aber das Recht darauf, dass dieser Weg stets gesucht und beschritten wird. Eine gelebte “Tugend der Fairness und Ausgewogenheit, des Gewissens und der Vernunft” ist dabei unser Verständnis des Begriffs der “Brüderlichkeit” als eine Tugend der Balance, als
- Richtschnur für individuelles Handeln
- Maßstab für Gesetzgebung und Regulierung
- Leitbild für das weltweite Miteinander
Strophe:
Alle Menschen haben Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die universellen Menschenrechte und Pflichten voll verwirklicht werden können.
Alle Menschen haben Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung in Übereinstimmung mit einer Tugend der Fairness und Ausgewogenheit, des Gewissens und der Verantwortung.
Das ist das Leitprinzip der Brüderlichkeit!
Die “Würde des Menschen” und die “Würde der Natur” sind unsere Vision für eine “bessere” Welt.
Das hat “Spirit of Brotherhood” auf dem Internationalen Chorfestival Baden in der zweiten Strophe herausgestellt. Die Bewahrung der Natur, die Bewahrung der Umwelt für jedes Leben, ist eine unveräußerbare Pflicht der Menschen.
Strophe:
Jeder hat das Recht auf die gleiche Teilhabe an allen globalen Allgemeingütern (Allmende). Jeder hat das Recht, das Gleichgewicht der Natur für heutige und künftige Generationen zu bewahren.
Jeder hat die Pflicht, das Gleichgewicht der Natur für heutige und künftige Generationen zu bewahren.
Krisensituationen wie eine Pandemie zeigen uns deutlich auf, welche Auswirkungen es hat, wenn sich immer mehr Menschen den begrenzten Lebensraum der Erde teilen. Dann stellt sich die schwierige Frage, welche Beschränkungen der Rechte „verhältnismäßig“, d.h. erforderlich, notwendig und angemessen sind, um die Gefahr einer Seuche abzumildern. Wir haben in einer neuen Strophe für den Virtuellen Chor mit Orchester das in Artikel 27 der Universellen Erklärung deklarierte Menschenrecht auf Kunst aufgegriffen, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Folgewirkungen einer Einschränkung universeller Rechte für unsere Kultur und Bildung bedacht werden müssen.
Strophe:
Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben teilzunehmen und sich an den Künsten zu erfreuen.
Jeder hat das Recht, die Kultur des Musizierens zu bewahren, alleine und in Gemeinschaft.
Jeder hat die Pflicht, die Kultur des Musizierens zu bewahren, alleine und in Gemeinschaft.
Aktuell leben wir in Zeiten barbarischer Akte gegen die Menschlichkeit!
Eine neue dritte Strophe unserer Ode an die Zukunft „Spirit of Brotherhood“ greift daher den Artikel 30 der Universellen Erklärung der Menschenrechte auf:
Artikel 30
Keine Bestimmung dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, daß sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht begründet, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu begehen, welche die Beseitigung der in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten zum Ziel hat.
Strophe:
Tyrannei und Krieg verachten diese Rechte, Pflichten und Freiheiten!
Niemand, kein Staat, keine Gruppe und keine Person haben irgendein Recht gegen die Anerkennung und Einhaltung der unveräußerlichen Rechte und Pflichten zu handeln.
Das ist die Grundlage für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt!
Lasst uns gemeinsam in einer “Ode an die Zukunft” unsere Stimme erheben!
Be•sinnt Euch!